Fang mit dem Licht an
Licht entscheidet mehr als die Kamera. Das beste kostenlose Licht ist ein Fenster ohne direkte Sonne auf dem Produkt. Stell deinen Tisch daneben, sodass das Licht von einer Seite kommt, und häng einen dünnen weißen Vorhang oder ein Laken vor die Scheibe, wenn die Sonne stark ist. Weiches, breites Licht lässt Farben echt wirken und hält die Schatten sanft.
Schalte das Raumlicht aus und benutze nicht den Blitz des Handys. Gelbes Lampenlicht zusammen mit Tageslicht färbt das Foto, und ein Blitz macht die Struktur flach und wirft einen harten Schatten. Ist eine Seite des Produkts dunkel, halte auf der anderen Seite einen weißen Karton oder ein gefaltetes weißes Hemd, um Licht zurückzuwerfen.
Fotografiere wenn möglich mittags oder an einem hellen, bedeckten Tag. Das Licht am frühen Morgen und späten Nachmittag ändert sich schnell und wird warm. Deshalb können zwei Fotos desselben Produkts um 16 Uhr und um 9 Uhr wie zwei verschiedene Farben aussehen.
Wähle einen Hintergrund, der sich zurückhält
Ein schlichter Hintergrund lenkt den Blick aufs Produkt und macht die Datei leicht wiederverwendbar. Eine weiße Wand, ein weißer Karton, der sanft nach oben gebogen ist, oder ein sauberer Tisch vor einer glatten Wand funktionieren. Bei dunklen Produkten nimmst du einen hellen Hintergrund, bei hellen ein mittleres Grau oder eine zarte Farbe, damit die Kanten sichtbar bleiben.
Räume alles andere aus dem Bild: Fernbedienung, Ladekabel, Tasse, die Bettkante. Genau diese Details lassen ein Foto amateurhaft wirken und können auch die Bildprüfungen von Marktplätzen irritieren. Glätte Falten in einem Stoffhintergrund mit Dampfglätter oder Bügeleisen, denn Knitter fangen das Licht.
Wenn du danach ein KI-Tool nutzen willst, ist der Hintergrund weniger wichtig, weil die Szene um das Produkt herum neu aufgebaut wird. Trotzdem muss jede Kante des Produkts sichtbar sein und nichts darf es verdecken. Was das Ausgangsfoto braucht, steht unter Kleidung auf ein KI-Model setzen.
Bildaufbau, Fokus und ruhige Hand
Schalte das Raster ein
Das Raster in den Kameraeinstellungen hilft dir, das Produkt gerade und den Horizont waagerecht zu halten, damit die ganze Serie einheitlich wirkt.
Gleiche Höhe, gleicher Winkel
Wähle für die Hauptfotos einen Abstand und eine Kamerahöhe und behalte beides für jedes Produkt im Shop bei.
Lass Platz um das Produkt
Fotografiere etwas weiter, als du denkst. Zuschneiden kannst du später, den fehlenden Rand eines Ärmels aber nicht ergänzen.
Tippen, scharfstellen, Belichtung sperren
Tippe aufs Produkt und halte, bis Fokus und Belichtung gesperrt sind. Bei weißen Artikeln die Helligkeit leicht anheben, bei schwarzen absenken.
Halte das Handy ruhig
Ein Bücherstapel, ein günstiges Stativ oder eine Klemme hält das Bild scharf und lässt dich ein Dutzend identische Aufnahmen machen.
Wisch die Linse sauber
Ein Fingerabdruck auf der Linse ist der häufigste Grund für ein milchiges Foto. Wisch sie vor jeder Session mit einem weichen Tuch ab.
So sieht ein gutes Ausgangsfoto aus
Ob das Foto direkt in den Shop geht oder die Quelle für ein Model-Bild wird, es gelten dieselben Regeln. Sie stammen aus dem eigenen Foto-Ratgeber von Garmo Studio.
Funktioniert gut


Lieber vermeiden



Bearbeite sparsam
Ein wenig Bearbeitung reicht. Schneide auf das Format zu, das der Marktplatz will, richte den Horizont aus, hebe die Helligkeit an, bis eine weiße Wand weiß aussieht, und passe die Wärme an, bis die Farbe des Produkts der Wirklichkeit entspricht. Dann hör auf. Starke Filter verändern Farben, und ein Kunde, der ein grünes Shirt bekommt, das türkis aussah, schickt es zurück.
Exportiere ein JPG mit etwa 2000 Pixeln an der langen Seite. Das reicht für die meisten Marktplätze und ist klein genug für einen schnellen Upload. Behalte das unbearbeitete Original in einem Ordner, damit du den Zuschnitt wiederholen kannst, falls eine Plattform ihre Regeln ändert. Wenn du auf Etsy verkaufst, lohnt sich vor dem Export ein Blick auf die Etsy-Bildvorgaben. Für einen WooCommerce-Shop prüf vor dem Export die WooCommerce Bildgröße.
Wenn die Kleidung an ein Model soll
Ein Handyfoto von einem Kleidungsstück auf dem Bett ist ehrlich, aber Kunden kaufen Kleidung, die sie sich an einem Körper vorstellen können. Ein Studioshooting mit Model und Fotograf kostet für jedes neue Produkt Zeit und Geld. Günstiger ist es, das Kleidungsstück einmal gut zu fotografieren und das Model-Foto dann von einem KI-Tool bauen zu lassen.
Mit Garmo lädst du dieses Handyfoto hoch, wählst ein Model und ein Setting und bekommst in etwa einer Minute Model-Bilder zurück. Es funktioniert mit einem Flat Lay, mit einem Kleidungsstück auf dem Bügel und mit anderen Fotos deiner Kleidung, die du schon hast. Die ersten 3 Bilder sind gratis.
Behalte auch dein Originalfoto. Es zeigt echte Farbe und echten Stoff neben den Model-Fotos, und manche Marktplätze verlangen es.
Fragen zu Produktfotos mit dem Handy
Kann ein Handy gute Produktfotos machen?
Ja. Ein aktuelles Handy hat eine bessere Kamera als die meisten Studioaufbauten von vor zehn Jahren. Gut und schlecht trennen Licht, Hintergrund und Bildaufbau, nicht das Handy.
Brauche ich ein Stativ?
Es hilft, weil es Höhe und Winkel über mehrere Produkte gleich hält. Ein Bücherstapel oder eine günstige Klemme tut es auch, wenn du keins kaufen willst.
Welcher Hintergrund ist für Produktfotos am besten?
Ein schlichter weißer oder heller neutraler, der sich zurückhält und die Kanten des Produkts zeigt. Meide gemusterte Bettwäsche und volle Tische.
Soll ich den Blitz benutzen?
Nein. Schalte ihn aus und nutze Fensterlicht. Ein Blitz macht die Struktur flach, wirft harte Schatten und kann Farben ausbleichen.
Wie groß soll das Foto sein?
Etwa 2000 Pixel an der langen Seite passen für die meisten Marktplätze. Prüfe vor dem Export die Regeln deiner Plattform.
Wie bekomme ich meine Kleidung ohne Fotoshooting an ein Model?
Fotografiere die Kleidung gut und lade das Foto bei einem KI-Tool wie Garmo hoch. Es liefert in etwa einer Minute Model-Bilder, die ersten 3 sind gratis.











